100 % Fruchtkörper — kein Myzel, kein Getreidesubstrat
Dreifach-Extraktion über 6 Wochen mit Alkohol, Wasser und Glycerin
Handgemacht in Wien in kleinen Chargen in unserer eigenen Manufaktur
100 ml — bei einem Teelöffel täglich rund drei Wochen
Der Pilz für die Ruhe — und für die Abwehr
Reishi ist der Pilz, zu dem Menschen greifen, die zur Ruhe kommen wollen, ohne müde zu werden. Die chinesische Medizin zählt ihn zu den Shen-Tonika, den Mitteln für den Geist. Und er ist zugleich der Pilz, der von allen Heilpilzen am gründlichsten erforscht ist: Über 495 verschiedene Triterpenoide sind aus dieser Gattung inzwischen beschrieben, und keine andere Pilzart hat so viele Studien am Menschen hinter sich.
Das US-amerikanische National Cancer Institute schreibt in seiner Fachinformation zu Heilpilzen den Satz: „Medicinal mushrooms have been approved adjuncts to standard cancer treatments in Japan and China for more than 30 years." Heilpilze sind dort also seit über dreißig Jahren zugelassene Begleitmaßnahmen — als Ergänzung, nicht als Ersatz.
Was Studien am Menschen gemessen haben
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Taiwan, 2023: 135 gesunde Erwachsene nahmen zwölf Wochen lang täglich ein Beta-Glucan aus Ganoderma, doppelblind gegen Placebo. Die Zahl der natürlichen Killerzellen stieg um 19,5 Prozent, während sie in der Placebogruppe leicht abnahm; ihre Zytotoxizität — also wie wirksam diese Zellen tatsächlich arbeiten — stieg um 83,1 Prozent gegenüber einem leichten Rückgang unter Placebo. Auch die T-Zell-Populationen CD3, CD4 und CD8 sowie das Immunglobulin A nahmen signifikant zu. Unerwünschte Wirkungen wurden keine berichtet. (Chen et al., Foods)
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China, 2005: 132 Patienten mit Erschöpfungssyndrom erhielten acht Wochen lang einen Polysaccharidextrakt aus Reishi oder ein Scheinpräparat. In der Reishi-Gruppe galten 51,6 Prozent am Ende als deutlich gebessert, in der Placebogruppe 24,6 Prozent. Auch Müdigkeit und allgemeines Wohlbefinden verbesserten sich stärker. (Tang et al., Journal of Medicinal Food)
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China, 2012: 48 Frauen, die unter therapiebedingter Erschöpfung litten, nahmen vier Wochen lang Reishi-Sporenpulver. Der Erschöpfungsscore verbesserte sich deutlich, ebenso körperliches Wohlbefinden, Angst und Niedergeschlagenheit; die Entzündungsmarker TNF-α und IL-6 sanken. (Zhao et al.)
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Die Cochrane Collaboration — die höchste Evidenzstufe der Medizin — wertete fünf randomisierte Studien mit 373 Teilnehmern aus. Ergebnis: Unter Reishi stiegen die Lymphozytenanteile CD3, CD4 und CD8 an, und in vier der fünf Studien verbesserte sich die Lebensqualität der Patienten. (Jin et al., Cochrane Database of Systematic Reviews)
Was drinsteckt — und warum er bitter schmeckt
Reishi schmeckt bitter, und das ist kein Makel, sondern die Auskunft über seinen Inhalt. Die Bitterkeit stammt von den Triterpenen — den Ganoder- und Lucidensäuren, jener Stoffgruppe, für die dieser Pilz überhaupt bekannt ist. Ein Reishi-Extrakt, der nicht bitter schmeckt, enthält davon vermutlich wenig. Schon der älteste Eintrag im chinesischen Arzneibuch beginnt mit genau diesem Wort: 味苦 — der Geschmack ist bitter.
Die zweite große Gruppe sind die Beta-D-Glucane und Peptidoglykane, darunter die Ganoderane A, B und C. Die Chinesische Pharmakopöe verlangt von der Droge mindestens 0,90 Prozent Gesamtpolysaccharide und 0,50 Prozent Gesamttriterpene. Dazu kommt Ergosterol, die pflanzliche Vorstufe von Vitamin D2.
Ein Punkt, den man am Markt kennen sollte: Fruchtkörper, Sporenpulver, Sporenöl und Myzel sind vier verschiedene Produkte. Sporenpulver enthält weniger als ein halbes Prozent des Triterpengehalts eines Fruchtkörpers — wer Triterpene will, braucht den gewachsenen Fruchtkörper. Genau damit arbeiten wir.
Warum getrennt extrahiert wird — und was das ausmacht
Reishi trägt zwei Wirkstoffgruppen, die chemisch nicht zusammenpassen: wasserlösliche Beta-Glucane und alkohollösliche Triterpene. Wie sehr sich das ausschließt, hat eine kontrollierte Extraktionsstudie gemessen. Reine Heißwasserextraktion lieferte 1,52 Prozent Polysaccharide, reine Alkoholmazeration 0,59 Prozent Triterpenoide. Ein einzelnes Kompromiss-Lösungsmittel, das beides gleichzeitig versuchte, kam nur auf 0,63 beziehungsweise 0,38 Prozent — es holte also von beidem deutlich weniger heraus.
Deshalb ziehen wir sechs Wochen lang getrennt aus, mit Alkohol, mit Wasser und mit Glycerin, und führen die Auszüge erst danach zusammen. Handgemacht in Wien, in kleinen Chargen.
Der Pilz, den fast niemand je besaß
Es gibt einen einfachen Grund, warum sich um den Reishi mehr Legenden ranken als um jeden anderen Pilz: Bis vor gut fünfzig Jahren konnte ihn niemand anbauen. Man fand ihn im Wald oder gar nicht — und man fand ihn fast nie. Erst 1969 gelang am Institut für Mikrobiologie der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Peking die erste erfolgreiche Kultivierung.
Wie hoch er stand, lässt sich an einer Verwaltungsakte ablesen. Im Han Shu, der Reichsgeschichte der Han-Dynastie, steht unter dem Jahr 109 vor Christus, dass im Ganquan-Palast ein Zhi gewachsen sei, „neun Stängel mit verbundenen Schirmen". Kaiser Wu wertete das als Zeichen himmlischer Gunst — und erließ daraufhin eine Amnestie für das ganze Reich; den hundert Haushalten des Ortes ließ er Rind und Wein schenken. Man muss sich das vorstellen: ein Pilz an einer Palastmauer, und die Gefängnisse öffnen sich.
Im ältesten chinesischen Arzneibuch, dem Shennong Bencao Jing, steht er in der Oberklasse — jener Gruppe von Mitteln, die nicht giftig sind und die man ein Leben lang nehmen kann. Über den roten Zhi heißt es dort, er löse Verknotungen in der Brust, nähre das Herz-Qi, kräftige die Mitte und mehre Klugheit und Weisheit. Die Japaner nennen ihn mannentake, den Zehntausend-Jahre-Pilz; die Koreaner bullocho, das Kraut des Nicht-Alterns. Drei Sprachen, drei Mal derselbe Gedanke.
Einnahme
1 bis 2 Teelöffel pro Tag, pur oder in Wasser. Bei einem Teelöffel täglich reichen 100 ml rund drei Wochen. Reishi schmeckt deutlich bitter; wer das nicht mag, nimmt ihn in Saft oder in warmem Wasser mit etwas Honig.
Inhalt: 100 ml | Empfehlung: 1 bis 2 Teelöffel pro Tag
Zur europäischen Gesetzgebung
Heilpilze und Heilpflanzen sind keine Erfindung der Moderne. Die Menschheit verwendet sie seit Jahrtausenden als Medizin — und die moderne Pharmazie hat ihre Wurzeln genau dort: im Pflanzenwissen der Völker. Aspirin kommt von der Weide, Penicillin vom Schimmelpilz, Chinin gegen Malaria von der Chinarinde.
Wir dürfen dir das gesetzlich nicht sagen — zumindest nicht so direkt, wie wir es gerne würden. Die europäische Health-Claims-Verordnung (EU 1924/2006) verbietet gesundheits- und krankheitsbezogene Aussagen für Nahrungsergänzungsmittel, solange sie nicht durch ein aufwendiges EU-Zulassungsverfahren bestätigt wurden. Das betrifft nahezu alle pflanzlichen und pilzlichen Wirkstoffe — egal wie alt und wie gut erforscht ihre Anwendung ist.
Deshalb laden wir dich ein, selbst zu recherchieren. PubMed ist die weltweit größte Datenbank für wissenschaftliche Studien — frei zugänglich, kostenlos. Hier geht es direkt zu den Studien über Reishi auf PubMed.
Dieses Produkt ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt.
Gut zu wissen: Wenn du gerinnungshemmende oder thrombozytenhemmende Medikamente einnimmst (etwa Marcumar, ASS oder Clopidogrel) oder eine Operation ansteht, sprich die Einnahme bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab und informiere das Behandlungsteam ausdrücklich über die Einnahme.
Quellen
Chen S., Nan F.-H., Liu M.-W., Yang M.-F., Chang Y.-C., Chen S.: Evaluation of Immune Modulation by β-1,3;1,6 D-Glucan Derived from Ganoderma lucidum in Healthy Adult Volunteers, A Randomized Controlled Trial. Foods 2023; 12(3):659.
Tang W. et al.: A randomized, double-blind and placebo-controlled study of a Ganoderma lucidum polysaccharide extract in neurasthenia. Journal of Medicinal Food 2005; 8(1):53–58.
Zhao H. et al.: Spore Powder of Ganoderma lucidum Improves Cancer-Related Fatigue in Breast Cancer Patients Undergoing Endocrine Therapy: A Pilot Clinical Trial. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine 2012; 2012:809614.
Jin X., Ruiz Beguerie J., Sze D.M., Chan G.C.F.: Ganoderma lucidum (Reishi mushroom) for cancer treatment. Cochrane Database of Systematic Reviews 2016; CD007731.pub3.
National Cancer Institute (USA): Medicinal Mushrooms (PDQ®) — Health Professional Version. cancer.gov
Galappaththi M.C.A. et al.: A Review of Ganoderma Triterpenoids and Their Bioactivities. Biomolecules 2023; 13(1):24.
Zheng Q., Zhang W., Liu G.: Simultaneous extraction of polysaccharides and triterpenoids from Ganoderma lucidum. PLOS ONE 2020; 15(12):e0244749.
Liu C. et al.: Comparison of triterpenoids in Ganoderma lucidum fruiting bodies and spore powder. Chinese Medicine 2020; 15:111.
Hapuarachchi K.K. et al.: Mycosphere Essays 20 — Therapeutic potential of Ganoderma species. Mycosphere 2018; 9(5):1025–1052.
Chinesische Pharmakopöe, Ausgabe 2020, Droge Ganoderma (灵芝): Mindestwerte 0,90 % Polysaccharide, 0,50 % Triterpene.
Han Shu (漢書), 武帝紀, Jahr 元封二年 (109 v. Chr.) — Primärtext. · Shennong Bencao Jing (神農本草經), 上品·草部·六芝 — Primärtext.
Mehr zu diesem Pilz: Reishi: Wirkung, Anwendung und Dosierung im Überblick