How to chakra: Mit der eigenen Energie haushalten

Ich kann mich noch gut erinnern als ich zum ersten Mal das Wort Chakra hörte. Im Schneidersitz auf meiner Yogamatte, schon fast verzweifelt auf der Suche nach meinem Inneren Frieden. Ich rollte meine Augen und so schnell konnte ich keinen weiteren Atemzug nehmen, war ich aus meinem Körper in meinem Kopf. Ich spürte, wie sich sofort Widerstand in mir auftat und ich das gesamte Konzept als „Eso-Gequatsche verurteilte, ohne dem Willen es zu verstehen. Heute ist das anders, heute weiß ich, dass der Widerstand aus einer versteckten Angst kam, der Angst diese Kraft, meine Kraft und meine Energie zu entdecken und dafür einzustehen. Warum erzähl ich das? Ich wuchs in einem sehr männlich geprägten Umfeld auf. Das Zeigen von Emotionen war eine Seltenheit, Leistung und Stärke waren vorrangig und so lernte ich, was „in sich hineinfühlen“ heißt, erst zu einem sehr späten Zeitpunkt in meinem Leben. Spiritualität und alles was nicht wissenschaftlich fundiert ist, schreckte mich ab und ich hab mich lange gewehrt, mich darauf einzulassen. Und so weiß ich, wie wichtig es ist, da abgeholt zu werden, wo man gerade steht. Ich versuche deshalb so gut wie möglich aufgeladenen Begriffe zu vermeiden. Und von vorne anzufangen. Let’s give it a try!

Was sind Chakren eigentlich?

Wie die Kunst des Yogas, stammt auch das Wissen um die Chakren aus Indien. Als Chakra bezeichnet man ein Energiezentrum in und um den Körper. Der Begriff selbst stammt aus dem Sanskrit und heißt übersetzt „Kreis“ oder „Rad“. Wie du es nennst, ist in Wahrheit egal. Du musst nicht stundenlang ruhig sitzen und auf die Erleuchtung warten, um die Kraft die von diesen Zentren ausgeht zu spüren. Wir alle kennen Bauchgefühl, Intuition, einen Frosch im Hals, wenn man die Stimme verliert, Situationen in denen man viel zu verkopft reagiert, ein gebrochenes Herz… All das beschreibt die (In-)Aktivität bestimmter Chakren. Insgesamt gibt es sieben davon, die entlang der Wirbelsäule senkrecht geordnet für einen bestimmten Bereich deines Seins,  „zuständig“ sind. Beginnend bei deinem Steißbein und endend bei deiner Kopfkrone. In gewissem Maße sind Chakren der Spiegel unseres Bewusstseins. Mit der Idee glücklich und zufrieden durch die Welt zu gehen folgt die Aktion unsere Chakren zu öffnen - das heißt durchlässig zu machen, so dass Energie fließen kann.

Was sind offenen bzw. blockierte Chakren?

Blockaden sind nichts anderes als Ängste oder Störungen im System. Du kannst dir deine Wirbelsäule wie eine Straße vorstellen, an der sieben Kreisverkehre liegen. Einmal rund um das eine Chakra, fließt die Energie zum nächsten. Um sich in der eigenen Haut und in Interaktion mit dem Umfeld vollkommen wohl zu fühlen, sollte die Energie ohne Hindernisse fließen können. Jede Störung, jede Blockade oder Angst kostet Energie. Es verlangt viel Kraft tagtäglich, vielleicht sogar stündlich über diese Hindernisse zu springen. Kraft die wir eigentlich sehr gut für uns  selbst verwenden könnten - für unser Wohlbefinden, unser Immunsystem, oder dafür anderen zu helfen. Sind wir uns einmal darüber bewusst, dass wir mit einer Portion Energie ausgestattet sind, die bewusst und auch unbewusst in verschiedene Richtung strömt, können wir beginnen mit dieser Kraft hauszuhalten und Energie bewusst zu lenken.

Und wie kann ich mein Chakra nun öffnen?

Es gibt verschiedene Mittel und Wege deine Energie so zu verwenden, wie es für dich am dienlichsten ist. Ein guter Anfang ist es, sich der eigenen Blockaden bewusst zu werden. Der Schlüssel hierbei ist Achtsamkeit. Achtsam im Alltag, achtsam im Umgang mit anderen, mit sich selbst, achtsam in Emotion und Gefühl, die bestimmte Situationen auslösen. Wann fühle ich mich unwohl? Wo spüre ich dieses Unwohlsein? Was hält mich davon ab, die Dinge zu tun, die ich gerne tun würde? Wem gehört eigentlich diese innere Stimme? Beginnt man sich solche und ähnliche Fragen zu stellen, beginnt ein sehr spannender Dialog zwischen deinem Bewusstsein und deinem Unterbewusstsein.

Ein weiterer guter Weg sich seiner Blockaden bewusst zu werden ist aus eigenen Routinen auszubrechen. Das kann so drastisch sein, wie seinen Job zu wechseln, oder so banal wie zu einer Einladung, die man sonst ablehnen würde „ja“ zu sagen. Unser System kennt hierbei keinen Unterschied. Was wir damit versuchen, ist eine Disruption in unserem Energiefluss. Wir wollen die Energie anders fließen lassen, als gewohnt. Es ist oftmals schwer, achtsam zu sein, wenn man Tag ein, Tag aus, fast schon maschinell den Alltag lebt. Wir schalten unbewusst auf Autopilot und der führt uns automatisch von einer Situation zur nächsten. So wie wir es gelernt und verinnerlicht haben. So wie wir gelernt haben über diese Blockaden und Hindernisse zu springen - wieder und immer wieder, so dass sie beinahe unbemerkt bleiben. Ändern wir manchmal nur Kleinigkeiten, stehen wir plötzlich vor neuen Herausforderungen, mit dem unser Bewusstsein und auch unser Unterbewusstsein lernen muss umzugehen. Neue neuronale Verbindungen entstehen und wir werden achtsamer im Umgang mit uns selbst und dem Umfeld.

Niemand hat gesagt, dass es einfach ist.

Aber es lohnt sich! Wir sind von Natur aus energiesparende Lebewesen. Jede Routine scheint uns Energie zu sparen und jedes Neues, dass auf uns zukommt Energie zu kosten. Wir sind allerdings nicht nur energiesparend, sondern auch gewohnheitsliebend. Und so wird sich anfangs unser Geist stark dagegen wäre. Der Geist sucht einen Weg aus der neuen Situation, versucht uns zu tricksen. Versuch es mal damit dich ruhig hinzusetzen und dich auf deinen Atem zu konzentrieren. Für die meisten von uns, eine Situation, die alles andere als gewöhnlich, oder einfach ist. Nicht weil die Übung an sich schwer ist, sondern weil sie verlangt aus einer gewohnten Routine, nämlich der, ständig beschäftigt zu sein und zu wirken, auszubrechen. Und so haben wir eigentlich keine Zeit dafür, die Waschmaschine muss eingeschaltet werden, ich sollte meine Tante anrufen, irgendwie fühl ich mich heute nicht so gut. Genau dies ist der Moment hinzusehen und zu verstehen, was uns an dieser Stelle fliehen lassen will.

Die Bedeutung der sieben Chakren.

Jedes Chakra hat seine eigene Bedeutung und erfüllt eine bestimmte Funktion. Es mag anfangs etwas schwer greifbar sein, aber das ist vollkommen okay. Energien und Chakren sind etwas, dass der Körper, und nicht der Verstand verstehen muss. Der Körper hat keine Vorstellung von linearer Zeit, der agiert und reagiert in seinem eigenen Rhythmus - der mag schneller, oder langsamer sein  als der Verstand. Ich zeig dir hier die einzelnen Energiezentren - beginnend von unten. Versuch dich so wertfrei wie möglich mit dem Thema auseinanderzusetzen, nimm mit was du mitnehmen magst und lass alles was dich nicht anspricht an dir vorbeiziehen.

1. Wurzelchakra

Dieses Chakra wird auch als Basis-Chakra bezeichnet und ist unsere Verbindung zu allem Irdischen. Dementsprechend steht es für Erdung, Sicherheit und Stabilität. Es sitzt im Beckenboden und wird mit der Farbe Rot in Verbindung gebracht.

  • Blockaden des Wurzelchakras: Trägheit, Unsicherheit oder Fahrigkeit. Problemen mit Darm oder Gewicht können ebenfalls auftreten.
  • So wird es aktiviert: Bewusste körperliche Tätigkeiten, wie Bewegung oder Tanz, regen dieses Chakra an und sorgen wieder für mehr Stabilität im Leben. Ernährungstechnisch können etwa Nüsse, Kartoffeln und Hülsenfrüchte von Vorteil sein.

2. Sakralchakra

Dieses Chakra befindet sich etwa eine Handbreit unter dem Bauchnabel und ist das Zentrum für Lebensfreude, Sexualität und Emotionen. Es bringt kreative Schaffenskraft und die Begeisterung für Sinnesfreuden und hat die Farbe Orange.

  • Blockade des Sakralchakras: Merken wir vor allem an einer verringerten Libido und Verspannungen in Rücken oder Muskeln. Zudem empfinden wir vermehrt negative Emotionen wie Wut, Traurigkeit oder Eifersucht.
  • So wird es aktiviert: Ist das Chakra sperrig, muss es wieder zum Fließen gebracht werden, und dabei hilft vor allem Wasser. Fließende Bewegungen wie Schwimmen oder das Trinken von Wasser oder Kräutertees unterstützt die Reinigung dieses Chakras. Auch Malen und andere kreative Tätigkeiten können helfen.

3. Solarplexuschakra

Auch Nabelchakra genannt, ist dieses Chakra der Sitz unserer Persönlichkeit und Selbstverantwortung. So ist es verantwortlich für unsere Willenskraft, unseren Intellekt und unser Durchsetzungsvermögen. Es sitzt etwa in der Höhe des Magens und hat die Farbe Gelb.

  • Blockaden des Solarplexuschakras: Eine Blockade dieses Chakras zeigt sich durch Ruhelosigkeit, Kontrollzwang und Materialismus. Körperliche Folgen können auch Übergewicht, Magenschmerzen oder Kraftlosigkeit sein.
  • Das Nabelchakra aktivieren: Das Chakra kann mit Sonnenbädern, einer tiefen Bauchatmung und Düften wie Lavendel und Kamille unterstützt werden. Vollkornprodukte und Gewürze wie Chili, Ingwer oder Zimt sind außerdem anregend.

4. Herzchakra

Direkt über dem Herzen gelegen ist das Herzchakra, das Zentrum für Liebe. Dabei ist nicht nur die romantische Liebe gemeint, sondern auch Wärme, Herzensfreude und Mitgefühl allen Menschen gegenüber. Die Farbe dieses Chakras ist Hellgrün.

  • Blockade des Herzchakras: Zweifel, Gefühlskälte, Verletzlichkeit oder Angst kommen auf,  es fällt uns schwer Nähe zuzulassen. Auch Haut, Herz, Lunge und der Kreislauf können dies zu spüren bekommen.
  • Dieses Chakra aktivieren: Die bewusste Auseinandersetzung mit unserem Inneren kann das Chakra ebenso anregen, wie eine Kräuter- oder Aromatherapie. Grünes Gemüse wie etwa Spinat, Erbsen, Gurken oder Salat tun ebenso gut wie Zitronenmelisse und Thymian.

5. Halschakra

Das Hals- oder Kehlkopfchakra steht für Kommunikation, Klarheit und Individualität. Es verhilft zu Selbstbewusstsein und bei unserem persönlichen Ausdruck. Sein Sitz ist direkt am Kehlkopf und es wird mit der Farbe Hellblau in Verbindung gebracht.

  • Bei einem blockierten Halschakra schnürt sich uns förmlich die Kehle zu, wir werden verschlossen und gehemmt bei der Kommunikation. Entzündungen im Hals- und Rachenbereich und Probleme mit der Schilddrüse können folgen. Wir hören nicht mehr auf die innere Stimme und haben Schwierigkeiten, uns auszudrücken.
  • Der Verzehr von Obst, Honig, Fruchtsäften oder Leinsamen kann das Chakra anregen. Auch ein Aufenthalt an einem blauen See und Singen, Schreiben und Musik hören kann dabei helfen. Danach verbessert sich die Ausdrucksfähigkeit und wir gehen mit mehr Selbstbestimmung durch den Tag.

6. Stirnchakra

Zwischen den Augenbrauen befindet sich das Stirnchakra, auch drittes Auge genannt. Es wird mit der Farbe Dunkelblau oder Violett in Verbindung gebracht und gilt als Sitz der Intuition, des Verstandes und der inneren Weisheit.

  • Ist das Stirnchakra blockiert, können Stimmungstiefs oder ein Realitätsverlust auftreten. Man macht sich vermehrt Sorgen und ist von Stress und Alpträumen geplagt. Auch Migräne oder Kopfschmerzen weisen auf ein gestörtes Stirnchakra hin.
  • Wenn das Chakra aktiviert wird, zeigen sich ein wacher Verstand, ein hohes Bewusstsein und starke intuitive Fähigkeiten. Um das zu erreichen, sollten Tees oder Säfte getrunken werden, viel wichtiger ist bei diesem Chakra die geistige Arbeit. Ein Traumtagebuch und Achtsamkeitsmeditationen können dabei helfen, ins Hier und Jetzt zurückzukehren.

7. Kronenchakra

Das siebte Chakra ist das Kronenchakra oder Scheitelchakra und befindet sich einige Zentimeter über dem Scheitelpunkt des Kopfes. Es ist Zentrum für Spiritualität, Freiheit und inneren Frieden. Das Chakra ist häufig weiß, transparent oder violett dargestellt.

  • Eine Blockade im Kronenchakra geht oft mit einer Lebenskrise einher. Wir fühlen uns ziellos, verunsichert und haben Schlafprobleme. Auch ein allgemeiner Weltschmerz oder Erschöpfungszustände können eintreten.
  • Durch Weihrauch, Fasten oder einen Aufenthalt in der Natur kann das Chakra angeregt werden. Die bewusste Wertschätzung von sich selbst und anderen Lebewesen hilft ebenfalls. Fließt die Energie wieder richtig, ist man im Einklang mit sich und der Welt und empfindet einen tiefen inneren Frieden.

Blockaden in den Energiezentren sind nicht konstant. Sie können in unterschiedlichen Lebensphasen unterschiedlich stark auftreten. Bringt man vermehrt Aufmerksamkeit zu den Blockade, kann dies dabei helfen, eingelernte Dynamiken zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren. Wir haben dafür eigene Spezialtinkturen entwickelt, die dich zusätzlich bei der Aktivierung der einzelnen Chakren unterstützen. Die enthaltenen Heilkräuter sind darauf abgestimmt die Energie in dieser Region wieder in Fluß zu bringen. Sie arbeiten auf einer unterbewussten Ebene und sollten regelmäßig eingenommen werden. Um dich bewusst mit der Steuerung deiner Energie auseinanderzusetzen, werden Chakra-Steine verwendet. Hier findest du sie in unserem Online-Shop. Hierbei handelt es sich um Heilsteine, die auf Grund ihrer Farbe und Energie mit den Energiezentren in deinem Körper interagieren. Am besten setzt oder legst du dich für ein paar Momente ruhig hin, hältst den jeweiligen Stein in der Hand und bringst deine Aufmerksamkeit zu der jeweiligen Region, die gerade Aufmerksamkeit und Hingabe benötigt.  Sehr gerne kann auch eine Intention verwendet werden. Dies mag eine Affirmation, ein Wort, oder eine Person sein, die du mit diesem Areal in Verbindung bringst. Wichtig ist hier vor allem dir mindestens zwanzig Minuten Zeit zu nehmen, dich völlig zu entspannen und tief in die Bauchgegend zu atmen.