Drei Auszüge in einem Fläschchen — Cordyceps militaris, Hericium erinaceus, Ginkgo biloba
Die Pilze aus 100 % Fruchtkörper — kein Myzel, kein Getreidesubstrat · Ginkgo aus dem Blatt
Dreifach-Extraktion über 6 Wochen mit Alkohol, Wasser und Glycerin
Handgemacht in Wien in kleinen Chargen in unserer eigenen Manufaktur
Wenn Kopf und Körper gleichzeitig gefragt sind
Es gibt Tage, an denen beides gebraucht wird: Ausdauer für die Beine und Klarheit für den Kopf. Pick me up ist für genau diese Tage gemacht — drei Auszüge, die in unserem Sortiment für zwei verschiedene Dinge stehen, in einem Fläschchen zusammengeführt.
Cordyceps militaris — für die Ausdauer
2010 untersuchte eine Arbeitsgruppe der University of California in Los Angeles zwanzig gesunde Menschen zwischen fünfzig und fünfundsiebzig Jahren, doppelblind und mit Placebogruppe, über zwölf Wochen. Gemessen wurde auf dem Fahrradergometer die Schwelle, ab der die Muskulatur auf anaerobe Energiegewinnung umschaltet — der Punkt, an dem es anstrengend wird. Diese Schwelle verschob sich in der Cordyceps-Gruppe um 10,5 Prozent nach oben.
Sein Leitstoff heißt Cordycepin, ein naher Verwandter des Adenosins. Kultivierter Cordyceps militaris enthält davon 9 bis 30 Milligramm pro Gramm Trockenmasse — ein Vielfaches dessen, was in den teuren Wildpilzen vom tibetischen Hochplateau steckt. Und der Pilz bildet ihn nicht allein: Er produziert im selben Zug Pentostatin, das genau jenes Enzym hemmt, welches Cordycepin abbauen würde. Die Fachliteratur nennt das ein „protector–protégé"-Paar — Wirkstoff und Leibwächter im selben Paket.
Hericium erinaceus — für den Kopf
1990 isolierte der japanische Chemiker Hirokazu Kawagishi aus dem Fruchtkörper des Igelstachelbarts eine bis dahin unbekannte Stoffgruppe: die Hericenone. Drei von ihnen regten in der Zellkultur die Bildung des Nervenwachstumsfaktors NGF an — jenes Eiweißes, das Nervenzellen wachsen lässt und für dessen Entdeckung Rita Levi-Montalcini den Nobelpreis erhielt.
Am Menschen geprüft wurde er unter anderem 2009 in Japan: Dreißig Erwachsene zwischen 50 und 80 nahmen sechzehn Wochen lang Fruchtkörperpulver ein und schnitten im Gedächtnistest signifikant besser ab als die Placebogruppe. Eine neuere Untersuchung mit reinem Fruchtkörpermaterial fand zwei Stunden nach einer Einzeldosis schnellere Reaktionszeiten.
Ein Detail, auf das wir achten: Die Hericenone sitzen ausschließlich im Fruchtkörper. Genau den verarbeiten wir.
Ginkgo biloba — der Baum, den die Zeit vergessen hat
Der Ginkgo ist der älteste noch lebende Vertreter der Samenpflanzen — die Gattung existiert seit dem Jura. 2003 beschrieben chinesische Paläobotaniker in Nature ein 121 Millionen Jahre altes Fossil, dessen Fortpflanzungsorgane dem heutigen Ginkgo bereits ähnlicher waren als den urtümlichen Jura-Formen: Seine Gestalt hat sich seit über hundert Millionen Jahren kaum verändert. In Europa war er einmal heimisch, starb vor rund 2,5 Millionen Jahren aus — und kam im 18. Jahrhundert per Schiff zurück.
2020 fanden Forscher in PNAS etwas Bemerkenswertes: Sie untersuchten das Bildungsgewebe von Ginkgobäumen im Alter von etwa 20, 200 und 600 Jahren und fanden in den 600 Jahre alten keine Anzeichen von Alterung — dieselbe Genaktivität, dieselbe Abwehrkraft, dieselbe Photosyntheseleistung wie in den jungen. Ginkgos werden nicht alt im biologischen Sinn. Sie werden nur größer.
Und noch eine Geschichte, die zu diesem Baum gehört: Sechs Ginkgos in Hiroshima überlebten den 6. August 1945. Der Baum am Hōsenbō-Tempel stand 1.120 Meter vom Hypozentrum entfernt. Er trieb im Frühjahr darauf wieder aus. Die Tempelhalle wurde später um ihn herum neu gebaut — sie steht bis heute so da.
Ein ehrliches Wort dazu, das kaum ein Anbieter schreibt: In der klassischen chinesischen Medizin wurden die Samen des Ginkgo verwendet, nicht die Blätter. Der Blattauszug, wie wir ihn heute kennen, ist eine Entwicklung der 1960er Jahre aus deutscher pharmazeutischer Forschung. Der Baum ist uralt — seine Verwendung als Blattextrakt ist es nicht. Beides finden wir interessant genug, um es so zu sagen.
Im Blatt stecken zwei charakteristische Stoffgruppen: die Flavonolglykoside von Quercetin, Kaempferol und Isorhamnetin, und die Terpenlactone — die Ginkgolide A, B und C sowie das Bilobalid, die es in der ganzen Pflanzenwelt nur im Ginkgo gibt.
Warum dreifach extrahiert wird
Alle drei Ausgangsstoffe tragen sowohl fettlösliche als auch wasserlösliche Inhaltsstoffe. Ein einzelnes Lösungsmittel erwischt immer nur eine Hälfte. Deshalb ziehen wir sechs Wochen lang getrennt aus — mit Alkohol, mit Wasser und mit Glycerin — und führen die Auszüge erst danach zusammen. Handgemacht in Wien, in kleinen Chargen.
Einnahme
2 Teelöffel pro Tag, pur oder in etwas Wasser. Bei dieser Menge reichen 100 ml rund zehn Tage. Die meisten nehmen Pick me up morgens oder vor einer Belastung — körperlich wie geistig.
Inhalt: 100 ml | Empfehlung: 2 Teelöffel pro Tag
Zur europäischen Gesetzgebung
Heilpilze und Heilpflanzen sind keine Erfindung der Moderne. Die Menschheit verwendet sie seit Jahrtausenden als Medizin — und die moderne Pharmazie hat ihre Wurzeln genau dort: im Pflanzenwissen der Völker. Aspirin kommt von der Weide, Penicillin vom Schimmelpilz, Chinin gegen Malaria von der Chinarinde.
Wir dürfen dir das gesetzlich nicht sagen — zumindest nicht so direkt, wie wir es gerne würden. Die europäische Health-Claims-Verordnung (EU 1924/2006) verbietet gesundheits- und krankheitsbezogene Aussagen für Nahrungsergänzungsmittel, solange sie nicht durch ein aufwendiges EU-Zulassungsverfahren bestätigt wurden. Das betrifft nahezu alle pflanzlichen und pilzlichen Wirkstoffe — egal wie alt und wie gut erforscht ihre Anwendung ist.
Deshalb laden wir dich ein, selbst zu recherchieren. PubMed ist die weltweit größte Datenbank für wissenschaftliche Studien — frei zugänglich, kostenlos. Hier geht es direkt zu den Studien über die Inhaltsstoffe von Pick me up auf PubMed.
Dieses Produkt ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt.
Gut zu wissen: Wenn du gerinnungshemmende Medikamente einnimmst oder eine Operation ansteht, sprich die Einnahme bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab. Für Schwangere und Stillende ist Ginkgo nicht empfohlen.
Quellen
Chen S., Li Z., Krochmal R., Abrazado M., Kim W., Cooper C.B.: Effect of Cs-4 (Cordyceps sinensis) on Exercise Performance in Healthy Older Subjects. Journal of Alternative and Complementary Medicine 2010; 16(5):585–590.
Xia Y. et al.: Fungal Cordycepin Biosynthesis Is Coupled with the Production of the Safeguard Molecule Pentostatin. Cell Chemical Biology 2017; 24(12):1479–1489.
Cordycepin- und Adenosingehalte in Cordyceps militaris: Review in Foods 2025; 14(19):3408.
Kawagishi H. et al.: Hericenones C, D and E, stimulators of nerve growth factor (NGF)-synthesis, from the mushroom Hericium erinaceum. Tetrahedron Letters 1991; 32(35):4561–4564.
Ma B.-J. et al.: Hericenones and erinacines. Mycology 2010; 1(2):92–98.
Mori K. et al.: Improving effects of the mushroom Yamabushitake on mild cognitive impairment. Phytotherapy Research 2009; 23(3):367–372. — PMID 18758067
La Monica M.B. et al.: Acute Effects of Naturally Occurring Guayusa Tea and Nordic Lion's Mane Extracts on Cognitive Performance. Nutrients 2023; 15(24):5018.
Zhou Z., Zheng S.: The missing link in Ginkgo evolution. Nature 2003; 423:821–822.
Royer D.L., Hickey L.J., Wing S.L.: Ecological conservatism in the „living fossil" Ginkgo. Paleobiology 2003; 29(1):84–104.
Wang L. et al.: Multifeature analyses of vascular cambial cells reveal longevity mechanisms in old Ginkgo biloba trees. PNAS 2020; 117(4):2201–2210.
Hōsenbō-Tempel, 1.120 m vom Hypozentrum: Stadt Hiroshima, Hiroshima Peace Tourism.
Fang W. et al.: Ginkgo biloba — traditionelle Verwendung der Samen, Einführung des Blattextrakts 1964. Frontiers in Microbiology 2019; 10:775.
Europäisches Arzneibuch, Monographie 1827, Ginkgo-Trockenextrakt — Flavonolglykoside und Terpenlactone.
Mehr zu den Pilzen: Cordyceps: Wirkung, Anwendung und Dosierung · Lion's Mane (Igelstachelbart): Wirkung, Einnahme und Dosierung