100 % Fruchtkörper — kein Myzel, kein Getreidesubstrat
Dreifach-Extraktion über 6 Wochen mit Alkohol, Wasser und Glycerin
Handgemacht in Wien in kleinen Chargen in unserer eigenen Manufaktur
100 ml — bei einem Teelöffel täglich rund drei Wochen
Für alle, die klarer denken wollen
Fast jeder, der zu Hericium greift, tut das aus demselben Grund: Er möchte wacher sein. Konzentriert durch einen langen Tag kommen. Namen behalten. Den Faden nicht verlieren. Es gibt keinen zweiten Speisepilz, der in der Hirnforschung so intensiv untersucht wird wie dieser — und das hat einen sehr konkreten chemischen Grund.
Die Hericenone — warum die Forschung auf diesen Pilz aufmerksam wurde
1990 isolierte der japanische Chemiker Hirokazu Kawagishi aus dem Fruchtkörper des Igelstachelbarts eine bis dahin unbekannte Stoffgruppe: die Hericenone. Bis 1993 waren es acht, A bis H. Drei von ihnen regten in der Zellkultur die Bildung des Nervenwachstumsfaktors NGF an — jenes körpereigenen Eiweißes, das Nervenzellen wachsen und sich verzweigen lässt und für dessen Entdeckung Rita Levi-Montalcini den Nobelpreis für Medizin erhielt. Mit diesem Befund begann die moderne Hericium-Forschung, und sie ist seitdem nicht mehr abgerissen.
Für unsere Tinktur ist dabei ein Detail entscheidend: Die Hericenone sitzen im Fruchtkörper. Genau dort, wo wir extrahieren — und nur dort. Ein Produkt aus Myzel, also aus dem auf Getreide gezogenen Wurzelgeflecht, enthält sie nicht.
Dazu kommt, was der gewachsene Fruchtkörper sonst noch mitbringt: Beta-Glucane, Ergothionein — eine seltene schwefelhaltige Aminosäure, von der 0,34 bis 1,30 Milligramm in jedem Gramm stecken —, Phenolsäuren wie Gallus- und Kaffeesäure, dazu B-Vitamine, Selen, Zink und Kalium. Für die Gattung sind inzwischen 230 verschiedene Sekundärstoffe beschrieben.
Was Menschen in Studien erlebt haben
Der Igelstachelbart gehört zu den wenigen Pilzen, die am Menschen geprüft wurden — und zwar mit Fruchtkörpermaterial.
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Japan, 2009: Dreißig Erwachsene zwischen 50 und 80 Jahren nahmen sechzehn Wochen lang Fruchtkörperpulver ein, eine Kontrollgruppe ein Scheinpräparat. Weder die Teilnehmer noch die Untersucher wussten, wer was bekam. Am Ende schnitt die Hericium-Gruppe im Gedächtnistest signifikant besser ab als die Placebogruppe, und die Werte stiegen über die gesamte Einnahmedauer weiter an. Unerwünschte Wirkungen traten keine auf. (Mori et al., Phytotherapy Research)
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Japan, 2010: Dreißig Frauen, im Schnitt Anfang vierzig, nahmen vier Wochen lang täglich zwei Gramm Fruchtkörperpulver. Auf der Depressionsskala und im Index für unspezifische Beschwerden lagen die Werte danach signifikant niedriger als vorher — am deutlichsten bei Antriebslosigkeit und innerer Unruhe. (Nagano et al., Biomedical Research)
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USA, 2023: Vierzig Erwachsene erhielten ein Gramm Lion's Mane aus nordisch angebauten Fruchtkörpern. Zwei Stunden später reagierten sie in mehreren Aufmerksamkeitstests schneller — und ihr subjektives Wohlbefinden stieg früher an als in der Vergleichsgruppe mit einem koffeinhaltigen Pflanzenextrakt. (La Monica et al., Nutrients)
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Großbritannien, 2023: Einundvierzig junge Erwachsene, 1,8 Gramm täglich. Schon nach der ersten Dosis reagierten sie im Stroop-Test messbar schneller — jenem Test, mit dem man prüft, wie gut jemand Ablenkung unterdrücken kann. (Docherty et al., Nutrients)
In China ist aus dieser Tradition längst Alltag geworden: Dort steht in der Apotheke ein zugelassenes Magenpräparat auf Hericium-Basis. In einer doppelblinden Untersuchung an 201 Patienten war es einem gängigen Standard-Magenmittel nicht unterlegen.
Der Pilz der Bergmönche — woher der Name kommt
Auf Japanisch heißt er yamabushitake, der Pilz der Yamabushi. Kawamura Seiichi, der Begründer der modernen japanischen Pilzkunde, hat aufgeschrieben, woher das kommt: Die weißen, herabhängenden Stacheln erinnerten an die Bommeln, die die Yamabushi — die Bergasketen des Shugendō — vorne an ihrer Kutte tragen. Der Pilz ist so eigen, dass ihn jede Kultur nach dem benannt hat, was sie kannte: Die Chinesen sahen einen Affenkopf, 猴头菇, die Koreaner ein Rehhinterteil, die Engländer eine Löwenmähne, die Botaniker einen Igel.
In China gehört er zu den 四大名菜, den vier berühmten Gerichten, neben Bärentatze, Seegurke und Haifischflosse. Eine alte Redensart stellt ihn dem Kostbarsten gegenüber, das das Meer zu bieten hat: „Vom Land der Affenkopf, vom Meer das Schwalbennest." Er war nie ein Alltagspilz. Man gab ihn Menschen, die schwach waren und schlecht aßen — magenstärkend, kräftigend, das Leben verlängernd, so fassen es chinesische Quellen zusammen.
Pilz des Jahres 2026 — und warum bei uns trotzdem keiner aus dem Wald kommt
Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie hat den Igelstachelbart zum Pilz des Jahres 2026 gewählt. In Mitteleuropa ist er selten geworden: Die Rote Liste Deutschlands führt ihn als stark gefährdet, in Großbritannien gehört er zu nur vier gesetzlich geschützten Pilzarten, dort ist das Sammeln strafbar. Er braucht totes Buchen- oder Eichenholz in feuchten Laubwäldern, und genau davon bleibt immer weniger stehen.
Deshalb kommt in unsere Tinktur kein einziger Wildpilz. Kultiviert wächst er in zwei bis drei Wochen heran, in gleichbleibender Qualität und ohne dass irgendwo im Wald ein Bestand kleiner wird.
Warum wir dreifach extrahieren
Der Igelstachelbart trägt zwei Sorten von Inhaltsstoffen, die sich chemisch gegenseitig ausschließen: Die Hericenone sind fettlöslich, die Beta-Glucane und das Ergothionein wasserlöslich. Ein reiner Alkoholauszug lässt die eine Hälfte im Pilz zurück, ein reiner Wasserauszug die andere. Deshalb ziehen wir sechs Wochen lang dreifach aus — mit Alkohol, mit Wasser und mit Glycerin — und führen die Auszüge erst danach zusammen. Handgemacht in Wien, in kleinen Chargen, aus biologisch kultivierten Fruchtkörpern. Kein Myzel, kein Getreidesubstrat.
Einnahme
1 bis 2 Teelöffel pro Tag, pur oder in etwas Wasser. Bei einem Teelöffel täglich reichen 100 ml rund drei Wochen. Viele nehmen ihn morgens, weil sie ihn mit dem Beginn des Arbeitstages verbinden; feste Vorgaben gibt es dafür nicht.
Inhalt: 100 ml | Empfehlung: 1 bis 2 Teelöffel pro Tag
Zur europäischen Gesetzgebung
Heilpilze und Heilpflanzen sind keine Erfindung der Moderne. Die Menschheit verwendet sie seit Jahrtausenden als Medizin — und die moderne Pharmazie hat ihre Wurzeln genau dort: im Pflanzenwissen der Völker. Aspirin kommt von der Weide, Penicillin vom Schimmelpilz, Chinin gegen Malaria von der Chinarinde.
Wir dürfen dir das gesetzlich nicht sagen — zumindest nicht so direkt, wie wir es gerne würden. Die europäische Health-Claims-Verordnung (EU 1924/2006) verbietet gesundheits- und krankheitsbezogene Aussagen für Nahrungsergänzungsmittel, solange sie nicht durch ein aufwendiges EU-Zulassungsverfahren bestätigt wurden. Das betrifft nahezu alle pflanzlichen und pilzlichen Wirkstoffe — egal wie alt und wie gut erforscht ihre Anwendung ist.
Deshalb laden wir dich ein, selbst zu recherchieren. PubMed ist die weltweit größte Datenbank für wissenschaftliche Studien — frei zugänglich, kostenlos. Hier geht es direkt zu den Studien über Hericium auf PubMed.
Dieses Produkt ist ein Nahrungsergänzungsmittel und kein Arzneimittel. Es ist nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt.
Gut zu wissen: Hericenon B hemmt in Laboruntersuchungen die Verklumpung von Blutplättchen. Wenn du gerinnungshemmende Medikamente einnimmst oder eine Operation ansteht, sprich die Einnahme bitte vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Quellen
Kawagishi H. et al.: Hericenones C, D and E, stimulators of nerve growth factor (NGF)-synthesis, from the mushroom Hericium erinaceum. Tetrahedron Letters 1991; 32(35):4561–4564.
Ma B.-J. et al.: Hericenones and erinacines: stimulators of nerve growth factor (NGF) biosynthesis in Hericium erinaceus. Mycology 2010; 1(2):92–98.
Mori K. et al.: Improving effects of the mushroom Yamabushitake (Hericium erinaceus) on mild cognitive impairment: a double-blind placebo-controlled clinical trial. Phytotherapy Research 2009; 23(3):367–372. — PMID 18758067
Nagano M. et al.: Reduction of depression and anxiety by 4 weeks Hericium erinaceus intake. Biomedical Research 2010; 31(4):231–237.
La Monica M.B. et al.: Acute Effects of Naturally Occurring Guayusa Tea and Nordic Lion's Mane Extracts on Cognitive Performance. Nutrients 2023; 15(24):5018.
Docherty S. et al.: The Acute and Chronic Effects of Lion's Mane Mushroom Supplementation on Cognitive Function, Stress and Mood in Young Adults. Nutrients 2023; 15(22):4842.
Wang Y. et al.: The safety and efficacy of Houtou Jianweiling tablet in patients with chronic non-atrophic gastritis: a double-blind, non-inferiority, randomized controlled trial. Frontiers in Pharmacology 2024; 15:1293272.
Contato A.G., Conte-Junior C.A.: Lion's Mane Mushroom (Hericium erinaceus): A Neuroprotective Fungus with Antioxidant, Anti-Inflammatory and Antimicrobial Potential. Nutrients 2025; 17(8):1307.
Zhang J. et al.: The ethnopharmacology, phytochemistry and pharmacology of the genus Hericium. Journal of Ethnopharmacology 2024; 319(Pt 3):117353.
Nihon Daihyakka Zensho (Nipponica), Eintrag ヤマブシタケ, zur Namensherkunft nach Kawamura Seiichi (1881–1946).
Deutsche Gesellschaft für Mykologie: Pilz des Jahres 2026 — Igelstachelbart. · Rote-Liste-Zentrum: Hericium erinaceum, Kategorie 2 (stark gefährdet). · Wildlife and Countryside Act 1981, Schedule 8 (Großbritannien).
Mehr zu diesem Pilz: Lion's Mane (Igelstachelbart): Wirkung, Einnahme und Dosierung