Artemisia Annua Tinktur

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Artemisia annua — die Pflanze, die einen Nobelpreis auslöste.

In China ist der Einjährige Beifuß seit über zweitausend Jahren als Qinghao bekannt. Die älteste erhaltene Erwähnung stammt aus einem Handbuch für Notfälle, das der Gelehrte Ge Hong im 4. Jahrhundert verfasste — dort wird beschrieben, die Pflanze in kaltem Wasser einzuweichen und den Saft auszupressen.

Genau dieser Satz führte 1.600 Jahre später zu einer der wichtigsten pharmazeutischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts. Die chinesische Pharmakologin Tu Youyou stieß bei der Suche nach einem Malariamittel auf diese Textstelle und erkannte, warum ihre Extrakte bis dahin versagt hatten: Hitze zerstörte den Wirkstoff. Sie stellte auf ein Kaltverfahren um und isolierte 1972 das Artemisinin. 2015 erhielt sie dafür den Nobelpreis für Medizin. Artemisinin-basierte Kombinationstherapien sind bis heute der von der WHO empfohlene Standard gegen Malaria tropica.

Für uns als Manufaktur steckt in dieser Geschichte eine handwerkliche Pointe: Die Art der Extraktion entscheidet darüber, was von einer Pflanze übrig bleibt.

Auch die jüngere Forschung hat die Pflanze im Blick behalten. 2020 untersuchte ein Team des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung gemeinsam mit der Freien Universität Berlin Extrakte aus Artemisia annua im Labor auf eine Wirkung gegen SARS-CoV-2. Die Zellversuche zeigten Aktivität; wie weit sich daraus ein klinischer Nutzen für Menschen ableiten lässt, wird noch untersucht.

  • In der TCM seit über zwei Jahrtausenden als Qinghao geführt
  • Historisch bei Fieberzuständen eingesetzt
  • In der europäischen Kräuterkunde als Bitterpflanze bekannt

Rechtlicher Hinweis: Diese Tinktur ist kein Arzneimittel. Bei Verdacht auf Malaria einen Arzt aufsuchen. Nach EU-Verordnung darf Artemisia annua nicht zum Verzehr verkauft werden — eine Dosierungsangabe ist daher nicht zulässig. Für Informationen zur Verwendung außerhalb der EU schreib uns gerne eine E-Mail.


Zur europäischen Gesetzgebung

Heilpilze und Heilpflanzen sind keine Erfindung der Moderne. Die Menschheit verwendet sie seit Jahrtausenden als Medizin — und die moderne Pharmazie hat ihre Wurzeln genau dort: im Pflanzenwissen der Völker. Aspirin kommt von der Weide, Penicillin vom Schimmelpilz, Chinin gegen Malaria von der Chinarinde.

Wir dürfen dir das gesetzlich nicht sagen — zumindest nicht so direkt, wie wir es gerne würden. Die europäische Health-Claims-Verordnung (EU 1924/2006) verbietet gesundheits- und krankheitsbezogene Aussagen für Nahrungsergänzungsmittel, solange sie nicht durch ein aufwendiges EU-Zulassungsverfahren bestätigt wurden. Das betrifft nahezu alle pflanzlichen und pilzlichen Wirkstoffe — egal wie alt und wie gut erforscht ihre Anwendung ist.

Deshalb laden wir dich ein, selbst zu recherchieren. PubMed ist die weltweit größte Datenbank für wissenschaftliche Studien — frei zugänglich, kostenlos. Hier geht es direkt zu den Studien über Artemisia Annua Tinktur auf PubMed.

Dieses Produkt ist kein Arzneimittel. Es ist nicht zur Diagnose, Behandlung oder Heilung von Krankheiten bestimmt.

Mehr zu dieser Pflanze: Artemisia Annua: Wirkung, Geschichte und Anwendung

einjähriger Beifuß (1:5 | 50% Alkohol)

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